Gaming
Bank of America-Analyst: GTA 6 sollte $80 kosten, um andere Spiele nicht in Verlegenheit zu bringen

Ein Bank of America-Analyst stellt fest, dass GTA 6 einen Preis von $80 verdient. Andernfalls wuerden andere $70-Spiele neben Rockstars Mammutwerk aermlich aussehen.
Ein auffaelliges Geraeusch aus der Finanzwelt: Omar Dessouky, Analyst bei Bank of America, hat in einem Bericht an Investoren mitgeteilt, dass Take-Two gut daran tut, Grand Theft Auto 6 fuer $80 auf den Markt zu bringen. Seine Argumentation ist ebenso einfach wie gewagt: Der erwartete Umfang und die Qualitaet von GTA 6 sind so immens, dass ein Standardpreis von $70 andere AAA-Titel ploetzlich aermlich aussehen laesst.
Dessouky stellt fest, dass die Spieleindustrie seit Jahren gegen eine Preisobergrenze von $70 anlaeuft, waehrend die Entwicklungskosten weiter steigen. Indem Take-Two GTA 6 als ersten grossen Titel fuer $80 anbietet, wuerde es nicht nur die eigenen Margen verbessern, sondern laut dem Analysten auch dem Rest des Marktes einen Dienst erweisen: Es durchbricht die psychologische Barriere und gibt anderen Publishern Raum, ihre Preise ebenfalls an die Realitaet moderner Produktionsbudgets anzupassen.
Kein offizieller Preis, aber ein Signal
Wichtig zu betonen: Dies ist die Empfehlung eines Analysten, nicht die offizielle Linie von Rockstar oder Take-Two. Bisher haben der Publisher und Entwickler noch keinen Preis fuer GTA 6 genannt, das voraussichtlich im Herbst dieses Jahres erscheint. Allerdings fuegt sich der Bericht in eine breitere Diskussion ein, die bereits seit laengerem in der Industrie ueber die Nachhaltigkeit des $70-Modells tobt.
Die Realitaet ist, dass Gamer weltweit gespannt auf die Rueckkehr nach Vice City warten, und der versprochene Umfang der offenen Welt ist kaum zu ueberschaetzen. Ich finde die Argumentation von Dessouky nicht voellig unlogisch: Wenn GTA 6 tatsaechlich so gross und vielschichtig wird, wie die Geruechte vermuten lassen, dann fuehlen sich $80 nicht wie eine Abzocke an, sondern wie eine ehrliche Widerspiegelung dessen, was man dafuer bekommt. Die entscheidende Frage ist nur, ob der durchschnittliche Verbraucher die gleiche Rechnung aufmacht oder ob ein Zehner extra vor allem zu gerunzelten Augenbrauen fuehrt.
Take-Two selbst hat sich noch nicht zu dem Bericht geaeussert. Sollte das Unternehmen den Vorschlag uebernehmen, koennte GTA 6 durchaus der Startschuss fuer eine neue Preis-aera in der Spieleindustrie sein. Vorerst bleibt es bei einer auffaelligen Empfehlung einer Bank, die normalerweise nicht mit Spielpreisen handelt, aber offenbar ein scharfes Auge darauf hat, was der Markt verkraften kann.