Gaming
Shawn Layden erklaert, warum Konsolenexklusivitaet nicht aufrechtzuerhalten war

Ehemaliger SIE-Chef Shawn Layden erklaert, warum PlayStation-Spiele auf den PC kamen, waehrend Geruechte ueber eine Rueckkehr zur Exklusivitaet anhalten.
Waehrend die Geruechte ueber eine Rueckkehr zu konsolenexklusiven Singleplayer-Spielen bei Sony anhalten, verteidigt ein ehemaliger Top-Manager die PC-Politik. Shawn Layden, bis 2019 Praesident und CEO von Sony Interactive Entertainment America, erklaerte in einem aktuellen Interview, warum die PC-Strategie von PlayStation durchaus sinnvoll war.
Die Aussagen kommen zu einem bemerkenswerten Zeitpunkt. Anfang Mai dieses Jahres berichtete Game Mania XP bereits ueber die interne Nachricht, die CEO Hermen Hulst an Entwickler gesendet haben soll: Singleplayer-Spiele bleiben auf PlayStation, nur Multiplayer- und Live-Service-Titel kommen noch auf den PC. Eine offizielle Bestaetigung blieb aus, aber mehrere Quellen deuteten in diese Richtung.
Warum dann PC?
Layden, der noch immer gut ueber die Strategie des Unternehmens informiert ist, erklaert, dass der Schritt zum PC unvermeidlich war. 'PlayStation musste seinen Markt erweitern. Das Wachstum des Konsolenmarktes stagniert, und der PC bietet Millionen potenzieller neuer Spieler, die sonst nie mit Titeln wie God of War oder Horizon in Kontakt gekommen waeren', so der ehemalige Top-Manager im Gespraech.
Er betont, dass PC-Veroeffentlichungen den Verkauf der Konsolenversionen nicht kannibalisiert haben. Im Gegenteil: 'Wir haben gesehen, dass Spieler auf dem PC spaeter dennoch eine PlayStation fuer die naechsten Teile kauften. Das Oekosystem profitierte davon.' Diese Analyse steht im Widerspruch zu den juengsten Geruechten, dass Sony die PC-Ports eher reduzieren will.
Kein Bedauern ueber den Kurs
Layden, der heute als Berater arbeitet, scheint keine Reue ueber die PC-Politik zu haben, die unter seiner Fuehrung Gestalt annahm. 'Alles kam zur richtigen Zeit zusammen. Die Technologie war bereit, die Oeffentlichkeit verlangte danach, und die Zahlen zeigten, dass es moeglich war.' Dennoch raeumt er ein, dass der aktuelle Kurs von Sony moeglicherweise anders ist, als er es damals im Sinn hatte.
Es bleibt spekulativ, ob die Kursaenderung wirklich stattfindet. Sony hat keine offizielle Ankuendigung ueber die Einstellung von PC-Ports fuer Singleplayer-Spiele gemacht. Die Aussagen von Layden sind daher weder Bestaetigung noch Widerlegung, geben aber einen einzigartigen Einblick in die Denkweise, die der PC-Strategie zugrunde lag.
Was denkst du: Sollten PlayStation-Spiele exklusiv auf der Konsole bleiben, oder ist der PC der richtige Weg, um neue Spieler zu erreichen? Die Diskussion ist noch lange nicht entschieden, aber dass sich ein ehemaliger Top-Manager jetzt so aeussert, gibt zu denken.