Gaming PlayStation 5
PlayStation verbucht $765 Millionen Verlust durch Bungie: Destiny 2 und Marathon erfüllen Erwartungen nicht

Sony's Finanzergebnisse zeigen eine deutliche Delle: ein Impairment-Verlust von $765 Millionen durch Bungie und ein Rückgang des operativen Gewinns um 41,6% im vierten Quartal.
Sony hat seine vollständigen Jahreszahlen für das gebrochene Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Während der Umsatz der Games & Network Services-Sparte (G&NS) stabil blieb und der operative Gewinn leicht anstieg, gibt es schmerzhafte Ausreißer, die in der Spielewelt für ordentlich Wirbel sorgen. Die größte Bombe ist ein Impairment-Verlust von satten $765 Millionen aus der Übernahme von Bungie.
Laut dem Finanzbericht ist diese Abschreibung auf enttäuschende Leistungen sowohl von Destiny 2 als auch des bevorstehenden Extraction-Shooters Marathon zurückzuführen. Sony übernahm Bungie 2022 für stolze $3,6 Milliarden, in der Hoffnung, im Live-Service-Markt fest Fuß zu fassen, doch die Realität erweist sich als widerspenstiger. Destiny 2 kämpft seit Längerem mit einer schrumpfenden Spielerbasis und gemischter Resonanz auf Erweiterungen, während Marathon, das sich noch in der Entwicklung befindet, die erwarteten Meilensteine nicht erreicht hat.
Rückläufige Einnahmen aus PlayStation Plus und First-Party-Titeln
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres fiel der operative Gewinn der G&NS-Sparte um satte 41,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dieser Schlag ist vor allem auf geringere Einnahmen aus PlayStation Plus-Abonnements und eine dünnere First-Party-Release-Liste zurückzuführen. Sony hatte bereits früher auf ein langsameres Tempo bei AAA-Veröffentlichungen hingedeutet, und diese Strategie beginnt sich nun in den Zahlen niederzuschlagen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Sony nach einer großen Übernahme Rückschläge einstecken muss. Der Kauf von Bungie sollte eine Antwort auf die Live-Service-Erfolge von Wettbewerbern wie Epic Games und Activision Blizzard sein. Doch wo Destiny 2 einst ein Paradebeispiel dafür war, wie sich ein langlebiger Shooter erneuern kann, scheint die Magie jetzt weitgehend verflogen. Marathon, das noch in der Pipeline steckt, muss das Vertrauen von Spielern und Investoren zurückgewinnen.
Ich denke, Sony macht hier eine harte Lektion über die Risiken von Übernahmen in der Spieleindustrie durch. Selbst ein Studio mit einer bewährten Erfolgsbilanz kann Schwierigkeiten haben, konsistente Inhalte zu liefern und eine Community zu halten. Für Bungie werden die kommenden Monate entscheidend: Entweder sie schaffen es, Marathon zu einem Erfolg zu machen, oder es folgen weitere schmerzhafte Korrekturen. Die nächste PlayStation Showcase später in diesem Jahr wird auf jeden Fall ein wichtiger Moment sein, um zu sehen, wie Sony den Schaden reparieren will.